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Neues Handbuch für Freiwilligenarbeit

Mit dem neuen Asyl- und Flüchtlingswesen, das ab dem kommenden Frühjahr 2019 von Bund und Kanton angewendet wird, verändert sich auch die Freiwilligenarbeit in den Gemeinden. Ankommende Flüchtlinge sollen zuerst für eine Zeitdauer von rund vier bis fünf Monaten in den Bundeszentren Aufnahme finden. Dort soll schnellstmöglich abgeklärt werden, ob sie als anerkannte Flüchtlinge aufgenommen werden oder in ihr Heimatland zurückreisen müssen. Erhalten sie einen Verbleibstatus, wird die Verteilung auf die kantonalen Zentren vorgenommen, wo ein weiterer Aufenthalt von vier bis fünf Monaten geplant ist für allfällige weitere Abklärungen oder Integrationsmassnahmen. Die Flüchtlinge verbringen also rund acht bis zehn Monate in den Auffangzentren, wo sie an die Gepflogenheiten der Schweiz gewöhnt werden sowie Deutschunterricht und eine Tagesstruktur erhalten.

Die Flüchtlinge, die in der Schweiz bleiben dürfen, werden dann von den Kantonszentren auf die Gemeinden verteilt. Diese haben den Auftrag, die Flüchtlinge weiter zu integrieren, ihnen eine Unterkunft bieten und sie so schnell wie möglich in den Arbeitsprozess zu integrieren. Diese «Herkulesaufgabe» muss innert fünf Jahren geschehen. Ansonsten müssen die Flüchtlinge vom Sozialamt der Gemeinde übernommen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt erhält die Gemeinde auch entsprechende Entschädigungen von Bund und Kanton.

Freiwilligenarbeit in Eschenbach
Ein Flüchtlingsstrom, wie ihn die Gemeinde Eschenbach von Oktober 2015 bis Januar 2016 gehabt hat, sollte nicht eintreten. Während dieser Zeit hat sich allerdings ein Freiwilligenteam gebildet, das in der Region ziemlich einmalig ist, weil sich die Betreuergruppe, die in verschiedenen «Disziplinen» wie Begleitung, Kinderbetreuung, Seelsorge etc. tätig ist, sich auch heute noch und gerne um die Flüchtlinge kümmert.

Diese neue Ausgangslage in der Freiwilligenarbeit soll, auch vom Kanton empfohlen, neu geregelt werden. Die Freiwilligkeit soll bleiben, die Personen sollen allerdings eine Mindestentschädigung für ihren Aufwand bekommen. Das Sozialamt Eschenbach erarbeitete ein Handbuch zum Thema, worin auch noch weitere Punkte geregelt werden. Das Handbuch regelt die Entschädigung nach Einsätzen, unterscheidet besonderes Engagement, regelt Fahrspesen, Telefonanrufe, Fotokopien und Ähnliches.

Neues Integrationskonzept
Weiter befindet sich gerade ein Integrationskonzept in Vorprüfung beim Amt für Migration. Dieses soll als Hilfsmittel und Richtschnur in der Flüchtlingsarbeit dienen, wobei die Organisation, Verantwortung und Leitung dem Sozialamt obliegen.

Der Gemeinderat war sehr erfreut über diese neuen Papiere und genehmigte das Handbuch für Freiwillige sowie die darin enthaltene Entschädigungsregelung.

Die ab Frühling 2019 neu fürs Asylwesen verantwortliche Person im Sozialamt wird mit diesen Koordinationsaufgaben betraut und übernimmt auch die Koordination der Freiwilligenarbeit.


Dokument Anmeldung_Freiwilliger_EA_01-19.pdf (pdf, 138.8 kB)


Datum der Neuigkeit 18. Jan. 2019