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Schulterschluss der Spitex im Linth-Gebiet

Wie bereits in der letzten Ausgabe berichtet, wurde über die vergangenen Monate eine verstärkte Zusammenarbeit der Spitexvereine Linth und Eschenbach-Schmerikon intensiv geprüft. Das Resultat fiel positiv aus, sodass sich die Gemeinderäte von Eschenbach und Schmerikon sowie die Vorstände der beiden Spitexorganisationen nun für eine gemeinsame Lösung ausgesprochen haben.

«Zusammen können wir noch besser auf die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten eingehen. Ich denke da zum Beispiel an den Ausbau der Abendeinsätze und der Palliative Care oder den Aufbau einer Psychiatriespitex», begründet der Gemeindepräsident Cornel Aerne, den positiven Entscheid. Durch den Schulterschluss sollen brachgelegene Synergien bestmöglich genutzt werden, beispielsweise in der Administration oder in der Einsatzplanung, aber auch bei den Softwarelizenzen.

Gefragtes Dienstleistungsangebot weiter stärken
Ab dem 1. Januar 2022 wird die Spitex Linth neben Uznach, Gommiswald, Kaltbrunn, Benken, Schänis, Weesen und Amden neu auch Eschenbach und Schmerikon bedienen. Dabei geht es nicht um eine Gebietszusammenlegung, sondern um eine Gebietserweiterung um diese zwei Gemeinden mit einem bereits bestehenden Team. Die Mitarbeitenden sollen in ihren bisherigen Teams weiterarbeiten und Bezugspersonen für ihre heutigen Klientinnen und Klienten bleiben. Bei Personalengpässen können sie einander teamübergreifend aushelfen, was ein grosser Vorteil ist.

Synergien optimal nutzen
Bei der Zusammenführung stehen also nicht Kosteneinsparungen im Fokus, sondern die beste Lösung für die Einwohnerinnen und Einwohner der angeschlossenen Gemeinden sowie für die Spitex-Mitarbeitenden. Letztere leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen in unserer Region so lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause leben können. Gemäss Gemeinderätin Karen Peier habe gerade die Coronapandemie deutlich gezeigt, wie gross dieses Bedürfnis ist. «Die Arbeit der Spitex wird in Zukunft noch stärker nachgefragt werden – dieser Trend ist schon heute klar spürbar.»

Zusammenführung per Ende Jahr
Der Schulterschluss der beiden Vereine wird in den nächsten Monaten vorbereitet. Für die Gemeinde Eschenbach bedeutet dies, dass die bestehende Leistungsvereinbarung mit dem Spitexverein Eschenbach-Schmerikon aufgelöst und mit dem Spitexverein Linth neu unterzeichnet wird. Mit der gemeinsamen Organisation soll ab Januar 2022 gestartet werden. Bis dahin sind noch einige Detailfragen zu klären.

Operieren wird die erweiterte Spitex Linth weiterhin von Kaltbrunn aus. Es ist jedoch denkbar, dass einzelne Dienstleistungen auch in Zukunft dezentral ausgeführt werden – so etwa der Fahrdienst oder auch der Mahlzeitendienst, welcher in Eschenbach aktuell vom Pflegezentrum gekocht und durch die Spitex organisiert wird. Die Verantwortlichen führen dazu Gespräche mit möglichen Partnern und hoffen, dass sie weiterhin auf die wertvolle Unterstützung der engagierten Helfenden zählen können.

Fach- und ortskundige Führung
Die Geschäftsleitung übernimmt die bisherige Spitex-Linth-Leiterin Christine Schnyder. Ihre Kollegin von Eschenbach-Schmerikon, Astrid Gonçalves, wird die neue Stelle «Leitung Pflege und Haushalt» übernehmen. Drittes Mitglied ist die bisherige Leiterin Finanzen und Administration der Spitex Linth, Yvonne Moos. Das kompetente Trio wird die Qualität und Zukunftsentwicklung der ambulanten Pflege in der Region weiter vorantreiben.

Christine Schnyder freut sich auf die neue Herausforderung: «Es ist toll, dass wir die verschiedenen Fachgebiete wie das Wundmanagement, die Ausbildung oder die Qualitätssicherung nun einheitlich koordinieren und weitere wegweisende Projekte gemeinsam anpacken können. Wir freuen uns auf die Herausforderungen und sind überzeugt, diese mit unseren grossartigen Mitarbeitenden gut meistern zu können.»


Präsidium freut sich auf die Zusammenarbeit (Karen Peier, Präsidentin Spitexverein Eschenbach-Schmerikon und Peter Göldi, Präsident Spitex Linth)
Präsidium freut sich auf die Zusammenarbeit
(Karen Peier, Präsidentin Spitexverein Eschenbach-Schmerikon und Peter Göldi, Präsident Spitex Linth)

Datum der Neuigkeit 30. Juni 2021