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Abfall & Entsorgung: Anpassung Grundgebühr per 1.1.2018

Die Grundgebühr für die Abfallentsorgung wird per 1. Januar 2018 von bisher Fr. 100.– auf neu Fr. 120.– pro Wohneinheit und Gewerbe erhöht. Dies hauptsächlich infolge gestiegener Grünabfuhrkosten.

Wie bereits im «Eschenbach aktuell» Nr. 09/17 berichtet, überprüfte die Umweltkommission die Finanzierungsmöglichkeiten für die Abfallentsorgung. Der Gemeinderat sprach sich damals dafür aus, zunächst mit Einsparungen und organisatorischen Massnahmen zu versuchen, eine ausgeglichene Rechnung in der Abfallentsorgung zu erreichen. Die Berechnungen der Umweltkommission zeigten nun auf, dass dies jedoch trotz diverser Massnahmen nicht gelingen kann und schlug deshalb eine Erhöhung der Grundgebühr vor.

Die Gebühreneinnahmen müssen die gesamten Kosten der Abfallbeseitigung (Spezialfinanzierung) decken. Es ist nicht zulässig, einen Teil der Kosten auf den allgemeinen Gemeindehaushalt abzuwälzen und so durch Steuern zu finanzieren.
Die Erhöhung stützt sich hauptsächlich auf die weiter gestiegenen Kosten für die Grünabfuhr. Die Grünabfuhrmengen sind in den letzten Jahren massiv gestiegen und defizitär. Wurden im 2015 noch 1‘254 Tonnen gesammelt, so betrug die Sammelmenge 2016 1‘436 Tonnen. Die vorhandenen Reserven wurde deswegen um Fr. 77’000.– bis auf
Fr. 1’088.– aufgebraucht.

Der Gemeinderat hat eine Erhöhung der Grundgebühr für die Abfallentsorgung auf Fr. 120.– pro Wohneinheit bzw. pro Betrieb mit Angestellten befürwortet. Um die Erhöhung bei Fr. 120.– belassen zu können, soll die Rechnung durch weitere kostensparende Massnahmen unterstützt werden:
  • Reduktion Personalkosten für
  • Betreuung Entsorgungspark
  • Reduktion Personalkosten für Kartonsammlung
  • keine kostenlosen gewerbemässigen Grüngutanlieferungen
  • Kauf (statt Miete) von zwei Mulden (1 Stahlmulde und 1 Pressmulde) im Betrag von total rund 16’000 Franken im Jahr 2018 mittels Vorfinanzierung durch die Gemeinde und spätere Rückerstattung der Vorleistung an den allgemeinen Gemeindehaushalt.
Kostensenkende Massnahmen
Laut den Berechnungen der Umweltkommission könnten die Betreuungskosten für den Entsorgungspark um rund Franken 20’000.– gesenkt werden. Dies durch die Beschäftigung eines externen Mitarbeitenden im Stundenlohn. Gleichzeitig könnten so die Mitarbeitenden im Werkdienst entlastet werden.

Beim Kauf zweier Mulden würden gegenüber einer Miete jährlich
Fr. 4’800.– pro Mulde eingespart. Weil in der Abfallrechnung derzeit keine Reserven für den Kauf vorhanden sind, sollen eine Stahl- und eine Pressmulde im Betrag von je rund 8‘000 Franken über die allgemeine Gemeinderechnung vorfinanziert werden. Später ist die Vorleistung an den allgemeinen Gemeindehaushalt zurückzuerstatten.

Durch die Einschränkung der Direktabgabe für gewerbliches Grüngut würden weitere Fr. 30’000.– eingespart. Mit «gewerblich» sind nicht Gewerbeliegenschaften, sondern die Anlieferung durch professionelle Gartenpflegebetriebe gemeint. Landwirtschaftsbetriebe fallen ebenfalls in diese Kategorie, weil die Grüngutentsorgung zu deren eigentlichen Betriebsaufgaben und -aufwendungen gehört. Weil normale Gewerbebetriebe mit Angestellten die Grundgebühr ebenfalls bezahlen, haben sie auch Anspruch auf die Nutzung der Möglichkeit zur Grüngutentsorgung.

Auch die Grüngutanlieferungen des Gemeindewerkdiensts sollen inskünftig nicht mehr zu Lasten der Spezialfinanzierung Abfallbeseitigung geschehen. Die Kosten sollen der Gemeinde in Rechnung gestellt und über ein allgemeines Strassen- und Liegenschaftsunterhaltskonto gebucht werden.

Regionalisierung der Grüngutabfuhr
In diesem Zusammenhang zu erwähnen ist, dass sich in Sachen Grüngut nun auf regionaler Ebene etwas bewegt, um die Entsorgung gemeinsam zu lösen. Das Angebot in Eschenbach ist heute auf einem komfortablen Niveau im Vergleich zu anderen Gemeinden mit einer tieferen Grundgebühr.

Datum der Neuigkeit 17. Okt. 2017