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Massnahmenkonzept Naturgefahren

Die Naturgefahrenkarte ist ein relativ junges Instrument in der Raumplanung. Erst seit 2006 sind im Kanton St. Gallen für die einzelnen Regionen Naturgefahrenkarten erarbeitet worden. Die frühere Richt- und Nutzungsplanung hat die Naturgefahren nur beschränkt berücksichtigt. Entsprechend wurden früher in der ganzen Schweiz zahlreiche Baugebiete, Gebäude und Anlagen an Orten errichtet, die heute in der Naturgefahrenkarte erscheinen.

Es geht dabei um die sogenannten gravitativen Naturgefahren, beispielsweise Hochwasser, Murgang, Rutschung, Felssturz, Lawine usw. Aufgrund der Topographie sind in der Schweiz relativ viele Gebiete betroffen, denn Gewässer und Berge, Hügel oder Tobel gibt es zuhauf.

Als Instrument zum Schutz vor Naturgefahren dient an erster Stelle die Raumplanung, welche die Nutzung den Standortgegebenheiten anpassen soll. Weitere Mittel sind technische Schutzmassnahmen wie Lawinen- und Steinschlagverbauungen oder Hochwasserschutzprojekte, Objektschutzmassnahmen sowie organisatorische Massnahmen wie z. B. Notfallpläne. Beim Bauen in Gefahrengebieten sind Objektschutzmassnahmen je nach Gefährdung und Art des Vorhabens entweder nötig oder nur empfohlen.

In den vorangegangenen Ortsplanungen der damaligen Gemeinden Goldingen, Eschenbach und St. Gallenkappel wurden die Naturgefahren erst teilweise berücksichtigt. In Goldingen konnte die Erarbeitung der Grundlagen noch vor der Gemeindevereinigung abgeschlossen werden, in St. Gallenkappel und Eschenbach waren diese noch zu erstellen bzw. zu überarbeiten. Eschenbach erhielt vom Kanton die Empfehlung, das Massnahmenkonzept anzupassen und abzuschliessen. Das revidierte Massnahmenkonzept muss spätestens bei einer Überprüfung der Zonenordnung (Richt-/Zonenplan) vorliegen. Diese erstmalige Ortsplanung für die vereinigte Gemeinde Eschenbach steht nun ab 2019 für die nächsten zwei bis drei Jahre bevor.

Gesamtkonzept für Gemeinde
Die Gemeinde Eschenbach erteilte Ende 2017 den Auftrag zur Erarbeitung eines Gesamtkonzepts für Naturgefahren-Massnahmen für das ganze neue Gemeindegebiet. Wie im Eschenbach aktuell Nr. 02/18 berichtet, enthielt der Auftrag folgende Aufgaben:

  1. Grundlage Massnahmenkonzept
  2. Zusammenführung der Ortsteile
  3. Feststellung Konflikte mit Zonenplan und Richtplan
  4. Überprüfung Handlungsbedarf und Massnahmen
  5. Erstellung Massnahmenkonzept

Im Oktober 2018 genehmigte der Gemeinderat das Massnahmenkonzept und den Planungsbericht, welche inzwischen erarbeitet worden waren (siehe Eschenbach aktuell Nr. 15/18). Ausführlich sind in den Unterlagen die entsprechenden Massnahmenkonzepte für die einzelnen Gemeindeteile festgehalten und in einer übersichtlichen Matrix dargestellt. Es werden die entsprechenden Massnahmen aufgezeigt, die bei Bauvorhaben berücksichtigt werden müssen. Ebenso zeigt der Bericht auf, wo allenfalls auf Neueinzonungen aufgrund der Gefahrenanalyse verzichtet werden sollte. Die Beurteilungen gehen aus den Massnahmenkonzepten hervor.

Stand des Projekts
Die Gemeinde reichte Konzept und Bericht Ende Oktober 2018 dem Kanton St. Gallen ein. Im Frühjahr 2019 ging die erste kantonale Beurteilung ein. Daraus ergeben sich noch Bereinigungen und Ergänzungen, die derzeit in Arbeit sind. Ein öffentliches Mitwirkungsverfahren wird noch durchgeführt. Nach erfolgter Überarbeitung erwartet der Gemeinderat die baldige Gutheissung.

Im Konzept sind auch konkrete Massnahmen für den von Naturgefahren betroffenen Teil des Campingplatzes Atzmännig vorgesehen, über den kürzlich in der Presse berichtet wurde. Die Betreiber des Campingplatzes Atzmännig erarbeiteten in Zusammenarbeit mit der vormaligen Gemeinde St. Gallenkappel im Jahr 2007 ein Notfallkonzept bzw. ein Frühwarn- und Evakuationskonzept. Dieses dient als Übergangslösung.

Über die einzelnen Massnahmen des Konzepts kann beschlossen und informiert werden, sobald dieses definitiv verabschiedet ist. Anschliessend geht es in die Umsetzungsphase. Es ist davon auszugehen, dass den Massnahmen zur Minimierung des Hochwasserrisikos im Bereich des Campingplatzes Atzmännig hohe Priorität zukommen wird.



Datum der Neuigkeit 14. Juni 2019