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Kein Einweggeschirr an Eschenbacher Anlässen

Der Klimawandel und die damit verbundenen Umweltschutzmassnahmen sind zu einem Dauerthema geworden und immer wieder in aller Munde. Gerade in diesem Jahr ist die Problematik durch die diversen von der jungen schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg angeführten Klimastreiks noch stärker thematisiert worden. Auch auf Gemeindeebene drängt es sich auf, mehr für den Umweltschutz zu tun und Massnahmen zu beschliessen. Ein weiterer Schritt ist das Verbot von Einweggeschirr an Eschenbacher Anlässen.

In der Juni-Session des Kantonsrats St. Gallen war ein Verbot von Einwegplastik bei bewilligungspflichtigen Veranstaltungen und Verkäufen auf öffentlichem Grund Gegenstand einer Motion. Die Regierung verwies diesbezüglich auf die Verantwortung der Gemeinden und lehnte eine kantonale Regelung ab.

Der Gemeinderat Eschenbach prüfte die Möglichkeiten für gemeindeinterne, bewilligungspflichtige Anlässe und beschloss, Einwegplastik zu verbieten.

Eschenbach trägt seit November 2003 das Label «Energiestadt» und unterzeichnete im Februar 2005 auch die Erklärung zur «urwaldfreundlichen Gemeinde». Klima- und Umweltschutz inklusive Abfallkonzepte bilden auch Kriterien im Massnahmenkatalog der Energiestadt Eschenbach.

Mehrweggeschirr ist Bio-Einweggeschirr vorzuziehen
Der Gemeinderat hat sich dafür ausgesprochen, per Anfang 2020 bei allen Veranstaltungen auf öffentlichem Grund Einwegplastikgeschirr zu verbieten und Mehrweggeschirr oder Bio-Einweggeschirr vorzuschreiben. Der Gemeinderat empfiehlt, wo immer möglich Mehrweggeschirr zu verwenden. Laut einer vom Bundesamt für Umwelt BAFU der Firma Carbotech AG zum Thema in Auftrag gegebene Ökobilanz, weisen Mehrwegbecher aus Plastik die derzeit beste Ökobilanz auf (Mehrweggläser ausgenommen), Quelle: www.carbotech.ch.

Bei biologisch abbaubarem Geschirr (Bio-Einweggeschirr) ist darauf zu achten, dass es sich dabei um zertifizierte Produkte handelt. Kunststoffprodukte können ihre Kompostierbarkeit mit dem erfolgreichen Durchlaufen der harmonisierten europäischen Norm EN 13432 unter Beweis stellen. Dabei wird sichergestellt, dass nicht nur der Kunststoffanteil eines Produktes vollständig biologisch abbaubar und für die Kompostierung geeignet ist, sondern auch die dazugehörigen Bestandteile, wie beispielsweise Farben, Kleber, Etiketten oder der Inhalt bei Verpackungen. Diese zertifizierten Produkte dürfen das geschützte Kompostierbarkeits-kennzeichen «Keimling» tragen. Das Kennzeichen und die aufgedruckte Prüfnummer ermöglichen die Rückverfolgung zum Hersteller und den Nachweis der Konformität (Quelle: www.bioplastics.ch und Schlussbericht der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW, in Auftrag gegeben vom Bundesamt für Umwelt BAFU ).

Neue Vorschrift ab 1. Januar 2020
Die neue Vorschrift gilt ab 1. Januar 2020 für diese Arten von Veranstaltungen:

  • Veranstaltungen, die einer Bewilligung der Gemeinde bzw. eines ihrer Organe (z.B. Feuerschutz) bedürfen (Bewilligung des gesteigerten Gemeingebrauchs, Gastgewerbepatent für einen Anlass, brandschutztechnische Bewilligung usw.)
  • Öffentliche und private Anlässe in Gebäuden und auf Liegenschaften der Gemeinde (z.B. Dorftreff, Custorhaus, Schulhäuser, Areal Churzhaslen usw.)
  • Eigene Gemeindeveranstaltungen (öffentliche wie interne, inkl. Schulen)
  • Jahrmarkt/Chilbi

Bei Anlässen im Dorftreff, Custorhaus oder in den Schulhäusern steht das Mehrweggeschirr (Glas & Keramik) den Veranstaltern zur Verfügung. In der näheren Umgebung von Eschenbach gibt es zudem Anbieter von Mietgeschirr. Zertifiziertes Bio-Einweggeschirr kann bei diversen Anbietern online bestellt werden.

Vereine und der Verwaltung bekannte Veranstalter werden mittels separatem Brief direkt informiert.



Datum der Neuigkeit 26. Aug. 2019