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Dünger und Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft

Dünger und Pflanzenschutzmittel gehören nicht in Gewässer. Die Umweltschutzgesetzgebung schreibt vor, dass beim Ausbringen von Dünger (z.B. Gülle und Mist) und Pflanzenschutzmittel ein Abstand von mindestens drei Metern Breite zu oberirdischen Gewässern und Gehölzen einzuhalten ist.

Gewässer reagieren sensibel
Bereits kleine Mengen Dünger oder Pflanzenschutzmittel richten in Gewässern grossen Schaden an. Fische und andere Kleintiere werden vernichtet und das Gewässer bleibt für lange Zeit nachhaltig vergiftet. Auch im Uferbereich, einem wichtigen Lebensraum für Wildpflanzen und viele Kleintiere, hat Dünger nichts verloren. Der Pufferstreifen von drei Metern Breite soll zudem verhindern, dass überschüssiger Dünger bei Regen in die Gewässer ausgewaschen wird.

Weitere Pufferstreifen
Auch entlang von Hecken, Feld- und Ufergehölzen sowie Waldrändern dürfen auf einer Breite von drei Metern keine Dünger oder Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden.

Pufferstreifenkontrollen
In den vergangenen zwei Jahren hat das Volkswirtschaftsdepartement
St. Gallen Kontrollen der Abstandsvorschriften durchgeführt und dabei rund 140 sanktionierte Verstösse festgestellt. Ab diesem Jahr sind die Gemeinden angehalten, diese Aufgabe an einen spezialisierten landwirtschaftlichen Kontrolldienst auszulagern. Der Gemeinderat ist dieser Forderung nachgekommen und beauftragt den im Kanton etablierten Kontrolldienst KUT AG, die Einhaltung systematisch zu überprüfen.

Regelverstoss mit Konsequenzen
Bewirtschafter, die sich nicht an diese Regeln halten, müssen mit Bussen rechnen. Diese betragen in der Regel beim erstmaligen Verstoss mehrere hundert Franken. Zusätzlich können die Direktzahlungen an den Bewirtschafter gekürzt werden.



Datum der Neuigkeit 15. Apr. 2020