https://www.eschenbach.ch/de/aktuelles/aktuellesinformationen/welcome.php?action=showinfo&info_id=1491707
01.07.2022 13:30:14


++ Hilfe für Ost-Europa: Wohnraum gesucht ++

Der Konflikt in Ost-Europa bewegt auch die ganze Schweiz. Gemeinden und Kantone erhalten aktuell viele Anfragen und Unterstützungsangebote. Für die grosse Solidarität danken wir herzlich. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen.

In diesem Beitrag erfahren Sie viel Wissenswertes zu Unterstützungsmöglichkeiten, unbürokratischer Flüchtlingshilfe und auch zu Schutzvorkehrungen für den Notfall in der Schweiz. Die Informationen werden laufend aktualisiert.
 

Engagement in Eschenbach

Wohnraum für Menschen in Not
Inzwischen sind fast sieben Millionen Menschen aus der Ukraine auf der Flucht. Bald 60'000 Flüchtlinge haben die Schweiz erreicht und knapp 50 Personen sind in Eschenbach gemeldet. Die Verantwortlichen Gemeindemitarbeitenden setzen sich mit Hochdruck dafür ein, die vom Kanton zugewiesenen Ankömmlinge bestmöglich zu unterstützen und geeignete Wohnräume zu organisieren. Auch bereiten sich Bund, Kanton und Gemeinde intensiv auf die Ankunft weiterer Kriegsflüchtlinge vor.

Ein Teil der in Eschenbach gemeldeten Personen hat bei Freiwilligen, Verwandten und Bekannten Unterschlupf gefunden. Zudem stellt die Gemeinde Wohnräume zur Verfügung. In Anbetracht der weiterhin steigenden Flüchtlingszahlen ist man laufend auf zusätzliche Unterbringungslösungen angewiesen. Wer leerstehende Studios, Wohnungen und Häuser zur Verfügung stellen kann, soll sich melden per E-Mail an soziales@eschenbach.ch. Nicht gut geeignet sind einzelne freie Zimmer in geteilten Haushalten. Auch öffentliche Unterkünfte wie Zivilschutzanlagen sind vorerst nicht vorgesehen und auch eine Unterbringung in der «Wohngemeinschaft Arche» ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll.

Sachspenden
Damit die Wohnräume für die in Eschenbach ankommenden Personen zweckmässig eingerichtet werden können, braucht die Gemeinde Mobiliar. Benötigt werden aktuell:

Haben Sie gut erhaltene und saubere Ausstattungsgegenstände, welche Sie der Gemeinde kostenlos anbieten möchten? Dann melden Sie sich per E-Mail an kommunikation@eschenbach.ch – am besten gleich mit einem Bild und Beschrieb der abzugebenden Güter (inkl. Masse der Möbel). Weitere Artikel wie etwa Textilien, Schulmaterial oder Spielsachen können Sie bei diversen sozialen Institutionen (z.B. bediendi.chBlaukreuz Brockenstuben & Caritas) sinnvoll weitergeben.

Helfende Hände
Die Koordination der Flüchtlingsströme und die Bewältigung der damit einhergehenden Aufgaben nimmt aktuell einige Zeit in Anspruch. Um bei Bedarf rasch punktuelle Unterstützung zu organisieren, baut die Gemeinde einen «Freiwilligen-Pool» auf. Personen, welche sich lokal engagieren möchten, können sich per E-Mail an soziales@eschenbach.ch melden. Mögliche Aufgaben sind etwa das Herrichten der Wohnräume oder die Unterstützung der ankommenden Personen bei Alltagserledigungen sowie der gesellschaftlichen und beruflichen Integration.

Die Gemeinde dankt herzlich für Ihre Unterstützung! Die Abteilung Soziales wird je nach Bedarf auf die Hilfsangebote zurückkommen, um die wertvollen Ressourcen gezielt und sinnvoll einzusetzen. Ansprechperson für Fragen und sonstige Anliegen rund um das Flüchtlingswesen ist Michael Juon.
 

Nothilfe für die Ukraine

Abklärungen zeigen, dass für die Hilfe vor Ort in der aktuellen Situation Geldspenden am besten geeignet sind. Denn diese Mittel können flexibel für Hilfsmassnahmen eingesetzt werden, die am dringendsten benötigt werden. Die nachfolgende Liste beinhaltet seriöse und vertrauenswürdige Hilfswerke mit ZEWO-Gütesiegel, die für die Ukraine Spenden sammeln:

Weitere Organisationen finden Sie auf der Website von ZEWO oder unter www.sg.ch/ukraine.

Das Versenden von Sachspenden (z.B. Kleider oder Hygieneartikel) ist in der aktuellen Situation weniger wirksam. Transport und Verteilung können in der momentan unübersichtlichen Lage oft nicht innert nützlicher Frist bewerkstelligt werden. Mithilfe von Geldspenden können die nachweislich benötigten Güter zielgerichtet vor Ort beschafft werden, was auch die lokale Wirtschaft im Krisengebiet unterstützt.

Auch von persönlichen Hilfseinsätzen vor Ort wird momentan abgeraten. So schicken die grossen Schweizer Hilfsorganisationen nach wie vor keine Freiwilligen in die instabilen und unübersichtlichen Krisengebiete. Fachpersonen wie etwa Logistiker oder auch Sanitätspersonal können sich bei den verschiedenen Hilfsorganisationen melden.
 

Vorkehrungen für den Krisenfall in der Schweiz

Die Ereignisse in Ost-Europa führen auch zu vermehrten Anfragen bezüglich Schutzvorkehrungen für den Notfall bei uns in der Schweiz. Die Sorgen betreffen insbesondere die Verfügbarkeit von Schutzplätzen und Medikamenten. Bund und Kantone geben jedoch Entwarnung: aktuell sind keine Massnahmen der Bevölkerung notwendig.

Der Kanton versichert, dass der Bevölkerungsschutz bei uns gewährleistet ist. Eine zentrale Rolle spielen Dabei die Zivilschutzräume. Diese werden regelmässig Überprüft, sodass sichergestellt ist, dass für jede Einwohnerin und für jeden Einwohner ein geeigneter Schutzplatz existiert. Würde der Bundesrat den Bezug der Schutzräume anordnen, wird der Kanton die Zuweisung anhand der dann aktuellen Einwohnerdaten vornehmen und kommunizieren. Die Schutzräumlichkeiten wären im Ereignisfall innert 5 Tagen bezugsbereit zu machen.

Auch die Radiologische Lage wird laufend überprüft. Der Bund misst laufend die Radioaktivität in der Luft der Schweiz und verfolgen die radiologische Situation in Europa. Bisher bestehen weder in der Schweiz noch in anderen europäischen Ländern anormale Radioaktivitätswerte. Bei einem schweren Kernkraftwerkunfall in der Schweiz oder nach einem nuklearen Ereignis im Ausland könnten, je nach Windverhältnissen und geografischer Nähe auch Jodtabletten zum Einsatz kommen. Diese werden für unsere Region vom Kanton gelagert und auf Anordnung der nationalen Alarmzentrale verteilt, sodass kein privater Vorrat notwendig ist. Es ist wichtig keine Jodtabletten vorbeugend einzunehmen.

Unabhängig von der aktuellen Krise in Ost-Europa, sollte die Bevölkerung jederzeit in der Lage sein, sich während mehrerer Tage ohne externe Unterstützung verpflegen zu können. Die wirtschaftliche Landesversorgung rät deshalb dazu, einen Notvorrat für rund eine Woche zu halten. Zum Notvorrat gehören in erster Linie lagerfähige Lebensmittel und 9 Liter Wasser pro Person sowie die wichtigsten Medikamente.

Bei einer konkreten Gefahr alarmieren die Behörden die Bevölkerung mittels Sirenen und geben die Verhaltensanweisungen über Radio und über die Alarmierungs-App Alertswiss. Es empfiehlt sich, diese Applikation vorsorglich auf dem Smartphone zu installieren.
 

Weiterführende Links

Kanton St. Gallen: Informationen zu Einreise und Aufenthalt, Helferinnen und Helfer in der Schweiz und Bevölkerungsschutz im Kanton

Schweizerische Flüchtlingshilfe

Staatssekretariat für Migration SEM: Fragen und Antworten des Staatssekretariates für Migration SEM zum Krieg in der Ukraine

Bundesamt für Bevölkerungsschutz: Krieg in der Ukraine



Datum der Neuigkeit 29. Juni 2022
  zur Übersicht