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Eschenbachs Geschichte/ Zusammenfassung

700 v. Chr. - 2000 n. Chr.

Ein Blick zurück...

Wie lebendig Geschichte sein kann, beweist ein Blick in die Vergangenheit unserer Gemeinde und
auf die sichtbaren Spuren, die geblieben sind:

Die Besiedlung des Gemeindegebietes von Eschenbach ist seit der Hallstattzeit nachgewiesen. Älteste Zeugen der Kultur bilden die im Jahre 1950 auf dem Balmenrain entdeckten Hügelgräber. Aufgrund der zahlreichen Funde gehen die Beweise des ersten menschlichen Aufenthalts auf die frühe Eisenzeit des 8. – 7. Jahrhunderts vor Christus zurück. Neben den keltischen Helvetiern hinterliessen auch die Römer ihre Spuren. Eine keltisch-römische Burganlage hoch über dem Aabachtobel zwischen Bürg und Neuhaus, heute noch im Namen Chastel dokumentiert, gehörte zum nördlichen Befestigungsring des Gebietes zwischen Zürichsee und Walensee.

Die erste urkundliche Erwähnung Eschenbachs datiert auf das Jahr 775 zurück, als der Alemanne
Cundlhoh und seine Frau Boazilane ihre Besitzungen im Dorf Esghibach dem Kloster St. Gallen
schenkten. Nach dieser Urkunde zu schliessen, war die Christianisierung in unserer Gegend schon recht weit fortgeschritten.

Während das Dorf im 9. Jahrhundert noch mehrmals erwähnt wird, erscheint es im Hochmittelalter nur
selten. Von 1303 bis 1536 waren die Kirchgemeinde und ein Grossteil der Kirchgenossen nach dem
Kloster Rüti zehntenpflichtig. Die Glaubensspaltung zerstörte die engen familiären und wirtschaftlichen Verbindungen mit dem angrenzenden Zürcher Oberland. Nach dem 2. Kappelerkrieg kam es zum Abtausch von Patronatsrechten zwischen Zürich und Rapperswil: 1537 verzichtete Rapperswil auf die Kirche Elgg, erhielt dafür Zehnten und Patronatsrecht von Eschenbach, verkaufte diese aber noch im gleichen Jahr den Kirchgenossen von Eschenbach. Seither verfügt die Gemeinde über eine selbstständige Kirchenverwaltung mit Pfarrwahlrecht.

Die Grafen von Toggenburg übten bis zu ihrem Aussterben 1436 die Hoheitsrechte aus. Schon unter den Toggenburgern war der Status der Eigenleute weitgehend verschwunden. Die Bauern verfügten gemäss einem Freiheitsbrief von 1439 über Haus und Hof sowie gemeinsam über ihre Allmendgüter. Nach dem Aussterben der Grafen von Toggenburg ging die Grafschaft Uznach an die Herren von Raron, danach an Schwyz und Glarus (1469-1798) über. Ein Rachezug der Zürcher führte 1444 in die nach Schwyz orientierte Grafschaft Uznach und brannte auch das Dorf Eschenbach mitsamt der Kirche nieder.

Als einer der sieben Tagwen der Herrschaft Uznach gelangte Eschenbach 1469 unter die eidgenössische Schirmherrschaft von Schwyz und Glarus. 1798 wurde Eschenbach dem Distrikt Schänis und dem Kanton Linth zugeschlagen. Seit 1803 ist Eschenbach eine politische Gemeinde im sanktgallischen Bezirk Uznach, ab 1831 im neuformierten Bezirk See. Von 1831 bis 1861 war Eschenbach jeweils Schauplatz der jährlichen Bezirkslandsgemeinde.

Mildes, sonniges Klima liess früher an den Südhängen ausgedehnten Rebbau zu. Neben der
Landwirtschaft boten die Steinbrüche in den Wäldern südlich des Dorfes einen willkommenen
Verdienst. Früher wurden auch Braunkohlevorkommen genutzt, und noch im letzten Weltkrieg wurde
Torf abgebaut. Der vom Linthgletscher in der Eiszeit abgelagerte Niederterrassenschotter führte in den letzten Jahrzehnten zu umfangreichen Kiesausbeutungen, was teilweise erhebliche Eingriffe in das gewachsene Landschaftsbild bewirkte.

Als Tagwen der alten Herrschaft war Eschenbach eine der bevölkerungsreichsten Gemeinde in der Grafschaft Uznach. Noch bis Mitte des letzten Jahrhunderts pendelte sich die Einwohnerzahl bei etwa 2500 Personen ein. Rechtzeitig vor dem einsetzenden Bauboom sorgte die Ortsplanung für eine kontinuierliche bauliche Entwicklung und liess die Bevölkerungszahl in den letzten 50 Jahren schrittweise auf rund 5700 Einwohner ansteigen.

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